Niedersachsen packt an

Niedersachsen packt an

Seit 2015 setzt sich das Bündnis NIEDERSACHSEN PACKT AN für eine offene, solidarische Gesellschaft ein. 13 Bündnispartner*innen und mehr als 3.000 Unterstützende verfolgen ein gemeinsames Ziel: die Integration geflüchteter Menschen stärken und den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern. Getragen wird das Bündnis von einer breiten Allianz. Diese besteht unter anderem aus den beiden großen christlichen Kirchen, der Landesarbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrtspflege in Niedersachsen, dem DGB, Unternehmerverbänden, der niedersächsische Landesregierung sowie zahlreichen weiteren Organisationen aus Kommunen, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Auch das Diakonische Werk in Niedersachsen gehört zu den Unterstützenden.

Am 19. Februar 2026 kamen unter dem Motto „Demokratie braucht …“ über 50 Initiativen zur 10. Netzwerkkonferenz zusammen. Ein „Marktplatz der Ideen“, praxisnahe Workshops und vielfältige Foren boten Raum für Austausch, Inspiration und Vernetzung. Ministerpräsident Olaf Lies und Bundespräsident a. D. Joachim Gauck setzten mit ihren Keynotes wichtige Impulse für Engagement und Zusammenhalt.

Auch das Diakonische Werk in Niedersachsen war mit einem Stand im Themenbereich Integration vertreten und stellte dort die wertvolle Arbeit der Migrationsberatungsstellen vor. Besonders bereichernd war die Unterstützung von fünf jungen Menschen mit Fluchterfahrung. Diese waren vor Ort und brachten selbstgestaltete Plakate mit, auf denen ihre Wege nach Deutschland dargestellt wurden. Diese persönlichen Einblicke boten einen eindrucksvollen Gesprächsanlass für die Besucher*innen des Kongresses und machten deutlich, wie vielfältig und individuell Fluchtgeschichten sind.

Zwei dieser jungen Menschen werden durch den Jugendmigrationsdienst des Diakonischen Werkes Diepholz – Syke-Hoya am Standort Syke unterstützt, weshalb unser Kollege Bodo von Bodelschwingh ebenfalls am Stand des DWiN zugegen war.

Beim Presserundgang besuchte Ministerpräsident Olaf Lies als Erstes den Stand der Diakonie. Er nahm sich Zeit, etwas über die Lebenswege der jungen Menschen zu erfahren und mit ihnen über ihre Erfahrungen und Wünsche zu sprechen. Auch ihm würde die Frage gestellt, welche drei Dinge er mitnehmen würde, wenn er flüchten müsste. Seine Antwort war: seine Familie, die Haustiere und besondere Erinnerungsstücke.

 

„Bildrechte: Niedersächsische Staatskanzlei, Focke Strangmann“